Sonntag, 20. April 2014

[Rezension] Der Name des Windes - Patrick Rothfuss

(c) Verlag




Originaltitel: The Name of the Wind
Autor: Patrick Rothfuss
Teil einer Reihe? Die Königsmörder Chronik. Erster Tag
Erschienen: 2012
Verlag: Hobbit Presse (Klett-Cotta)
Seitenzahl: 864
Preis: 24,95 € (Gebundene Ausgabe)
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Klappentext
In »Der Name des Windes« erzählt Patrick Rothfuss die Geschichte von Kvothe, dem berühmtesten Zauberer seiner Zeit. Damit ist ihm ein Roman von so viel Einfallsreichtum und solch sprachlicher Kraft und Authentizität gelungen, dass er die gesamte Fantasyszene aufhorchen lässt.
»Vielleicht habt ihr von mir gehört« ... von Kvothe, dem für die Magie begabten Sohn fahrender Spielleute. Das Lager seiner Truppe findet er verwüstet, die Mutter und den Vater tot - »sie haben einfach die falschen Lieder gesungen«. Wer aber sind diese Chandrian, die weißglänzenden, schleichenden Mörder seiner Familie? Um ihnen auf die Spur zu kommen, riskiert Kvothe alles. Er lebt als Straßenjunge in der Hafenstadt Tarbean, bis er auf das Arkanum, die Universität für hohe Magie aufgenommen wird. Vom Namenszauber, der ihn als Kind fast das Leben gekostet hätte, erhofft sich Kvothe die Macht, das Geheimnis der sagenumwobenen Dämonen aufzudecken.

Im Mittelpunkt dieses Leseabenteuers steht ein großer Magier und leidenschaftlicher Wissenschaftler, ein Musiker, dessen Lieder die Sänger zum Weinen bringen ... und ein schüchterner Liebhaber. (Quelle: Klett-Cotta)

Cover
Die Farbgestaltung des Covers gefällt mir sehr gut. Es ist schlicht, aber passt zur Geschichte. Der Schriftzug ist meiner Meinung nach sehr schön gelungen und ist mal etwas Anderes.

Meine Meinung
Wie lange stand dieses Buch schon auf meiner Wunschliste? Zu Weihnachten habe ich es dann endlich bekommen, aber habe es erst vor kurzem geschafft, das Buch zu lesen, da es ja nicht das dünnste ist.

Kennt ihr das, wenn ihr wisst, dass ihr ein Buch lieben werdet, bevor ihr es lest? Das war bei mir und diesem Buch so. Schon bevor ich es das erste mal aufgeschlagen habe, wusste ich, dass wir gute Freunde werden. Dementsprechend waren meine Erwartungen natürlich hoch und ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass ich nicht enttäuscht wurde.

Der Schreibstil von Patrick Rothfuss hat mir sehr gut gefallen. Dieser Mann kann einfach schreiben und schafft mit seinen Worten eine unglaublich tolle und magische Atmosphäre. Ich konnte die Handlung genau vor meinen Augen sehen.

In diesem Buch gibt es nicht ganz so viele Charaktere, wie in anderen Fantasy Büchern, was ich auch mal angenehm finde. Hauptsächlich geht es um Kvothe einen Gastwirt in einem kleinen abgelegenen Ort. Ein bekannter Chronist macht sich auf die Suche nach ihm um seine Lebensgeschichte aufzuschreiben und so beginnt Kvothe zu erzählen. Das erste Buch erzählt von dem ersten Tag, an dem er seine Geschichte erzählt. 
Kvothe ist hierbei sehr detailliert und erzählt auch viel aus seiner frühen Kindheit und der Zeit, in der er zum ersten mal mit Magie in Berührung kommt.

Kvothe ist ein unglaublich faszinierender Protagonist, da man ihn nur schwer einschätzen kann. Manchmal wirkt er wie ein einfacher etwas mürrischer Wirt, aber dann ändert sich seine Persönlichkeit und sein Verhalten sehr schnell. Ich finde ihn sehr faszinierend und mag ihn auf jeden Fall gerne.
Die Nebencharaktere, wie Kvothes Familie oder sein erster Lehrer, sind ebenfalls sehr gut beschrieben. Die Charaktere sind alle gut ausgearbeitet und kommen glaubwürdig rüber, da sie alle ihre kleinen Fehler haben.

Natürlich gibt es auch in diesem Buch eine Liebesgeschichte. Bevor ich zu diesem Teil des Buches gekommen bin, habe ich mir etwas Sorgen gemacht, dass sie nicht ins Buch passen würde, da Kvothe mir nicht wie der Typ für große Liebesgeschichten erschien. Nachdem ich aber so weit im Buch vorangekommen war, muss ich sagen, dass es doch zum Buch gepasst hat. Auch Denna, die weibliche Hauptprotagonistin, ist sehr interessant, da sie ebenfalls kein Charakter ist, dem man schon oft in Büchern begegnet ist. Die Liebesgeschichte entwickelt sich sehr langsam und kommt absolut glaubwürdig rüber. Das finde ich sehr gut, denn es ist nicht kitschig, das hätte auch nicht zum Rest des Buches gepasst.

Die Art der Magie fand ich sehr interessant, da sie mir in dieser Art und Weise noch in keinem anderen Buch begegnet ist. Darüber möchte ich aber auch nicht viele Worte verlieren, da man es besser selbst lesen sollte. :)

Obwohl in diesem Buch Kvothes Geschichte sehr genau erzählt wird, wird es nie langweilig. Ich habe mich immer gefreut, Kvothe auf seinem Weg begleiten zu dürfen und war gespannt, was als nächstes passiert. Die Handlung an sich hat mir auch sehr gut gefallen, da sie nicht vorhersehbar war.

Fazit
Der Name des Windes ist ein tiefgründiger Fantasyroman, der mit neuen Ideen, tollen Protagonisten und einem wundervollen Schreibstil punktet. Dieses Buch ist nun eins meiner absoluten lieblings Bücher und ich kann es kaum erwarten den nächsten Teil zu lesen, den ich glücklicherweise heute geschenkt bekommen habe. :)
Ich vergebe 5 von 5 Herzen und das zu Recht, denn dieses Buch hat es verdient!


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