Dienstag, 4. Februar 2014

[Rezension] Nachrichten aus Mittelerde - J. R. R. Tolkien

(c) Verlag



Originaltitel: Unfinished Tales of Numenor and Middle-earth
Autor: J. R. R. Tolkien
Teil einer Reihe? Nein
Erschienen am: 20. September 2012 (17. Auflage)
Verlag: Hobbit Presse (Klett-Cotta)
Seitenzahl: 725
Preis: 19,95 (Broschiert)
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Klappentext
Verstreute Nachrichten, vergessen geglaubte Geschichten aus Mittelerde und von der Insel Numénor - eine Fundgrube für Tolkien-Leser.
J.R.R. Tolkien hat die verstreuten Nachrichten aus Mittelerde und der Insel Númenor gesammelt, und sein Sohn Christopher hat sie chronologisch geordnet, mit Kommentaren versehen, Verweise und eventuelle Widersprüche zum »Herrn der Ringe« und dem »Silmarillion« notiert und so ein umfangreiches Geschichtenbuch zusammengestellt, eine Fundgrube für jeden Kenner Mittelerdes.

Cover
Beim Cover wurde die selbe Schriftart wie beim Silmarillion benutzt, die mich einfach sofort an Tolkien erinnert. Die Farben sind bräunlich und eher schlicht gehalten. In der Mitte sieht man einen Drachen und insgesamt finde ich das Cover zwar nicht wirklich spannend, aber die Farben passen zusammen und auch der Inhalt wird durch den Drachen etwas mit aufgegriffen, wobei er keine große Rolle spielt.

Meine Meinung
Nachrichten aus Mittelerde ist nur ein Buch für absolute Tolkien-Fans. Ich bin der Meinung, dass man einiges an Vorwissen braucht, um das Buch zu verstehen. Den Herrn der Ringe sollte man auf jeden Fall gelesen haben und auch das Silmarillion (meine Rezension gibt es hier) sollte einem nicht unbekannt sein, da sich die Anmerkungen öfters auf diese Bücher beziehen.

Der Schreibstil ist wie von Tolkien gewöhnt toll. Er ist nicht ganz so ausschweifend, wie im Silmarillion, aber dennoch sehr schön und er passt zu den Geschichten rund um Mittelerde.

Inhaltlich bietet Nachrichten aus Mittelerde viele neue Details. Im Silmarillion wurde vor allem das erste Zeitalter behandelt, dieses Buch beschäftigt sich aber auch ausführlicher mit dem zweiten und dritten Zeitalter. Eine Geschichte "Die Kinder Húrins" ist bereits im Silmarillion enthalten, wird hier aber noch einmal genauer erzählt, weswegen mich diese Wiederholung nicht gestört hat. 
Ich habe schon öfters gelesen, dass viele Nachrichten aus Mittelerde schwierig zu lesen finden, da es auf sie wie ein Bericht wirkt. Ich empfinde das anders. Ich finde dieses Buch sehr interessant, da mich die Hintergründe des Herrn der Ringe interessieren. Was hat Galadriel schon alles erlebt? Woher kommt das Bündnis zwischen Rohan und Gondor? Und eine Frage, die im Silmarillion leider nur kurz angeschnitten wurde und der hier ein ganzes Kapitel gewidmet wurde: Was sind die Istari (Zauberer) und woher kommen sie? 
Auf all diese Fragen bekommt man eine Antwort und man erfährt noch viel mehr. Auch die Insel Númenor wird ausführlich erwähnt und es gab keine der Erzählungen, die mich nicht interessiert hat.

Das Register ist wieder sehr umfassend, so dass man einen Begriff nachschlagen kann, wenn man ihn nicht kennt und es sind wieder ein paar Karten am Ende enthalten, die zwar eine schöne Beilage sind, aber meiner Meinung nach nicht nötig gewesen wären. In diesem Buch fehlen die Stammbäume, die ich beim Silmarillion hoch gelobt habe, aber sie waren hier auch nicht so dringend von Nöten, da man die meisten Personen bereits durch das Silmarillion kannte oder sich die Anzahl der Charaktere in Grenzen hielten.

Fazit
Für Tolkien-Fans, die bereits das Silmarillion gelesen haben, ist Nachrichten aus Mittelerde ein sehr schönes Buch, das ich mit bestem Gewissen empfehlen kann und das 5 von 5 Herzen von mir bekommt.


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