Samstag, 21. Dezember 2013

[Rezension] Das Silmarillion - J. R. R. Tolkien

(c) Verlag



Originaltitel: The Silmarillion
Autor: J. R. R. Tolkien
Teil einer Reihe? Nein
Erschienen am: 29. April 2013 (24. Auflage)
Verlag: Hobbit Presse (Klett-Cotta)
Seitenzahl: 558
Preis: 16,95€ (Taschenbuch)










Klappentext / Inhalt

Das »Alte Testament« von Mittelerde

Das Silmarillion erzählt die Götter- und Heldensagen Mittelerdes von der Erschaffung der Welt bis zum Beginn des Dritten Zeitalters, in dem die Hobbits leben.
»Das Silmarillion« erzählt von den Ereignissen des Ersten Zeitalters - jener fernen Epoche von Mittelerde, auf welche die Helden des »Herrn der Ringe« immer wieder in Ehrfurcht zurückblicken. (Und manche von ihnen, wie Elrond und Galadriel, aber auch Sauron, haben sie miterlebt.) Es ist die Zeit der Elben, der Langlebigen, deren Liebe zu den Dingen so weit ins einzelne geht, dass sie allem Namen geben. Die Menschen (die Kränklichen, die Nachtfürchtigen, die Unbegreiflichen) kommen eben erst aus den Wildnissen des Ostens hervor.

In dieser Welt, in der noch nicht alle Wege krumm sind, entwickelt sich auch die Erzählung in mächtigeren Bahnen, als wir es seither kennen. Melkor, der Meister des Verrats, raubt die Silmaril, in denen das Licht verschlossen liegt, das älter ist als Sonne und Mond; und Feanor und seine Söhne, um sie zurückzugewinnen, sagen ihm einen hoffnungslosen Krieg ohne Ende an. Ein Erdteil von Geschichten kommt in Bewegung, Geschichten, die in den Liedern der Elben besungen und hier im »Silmarillion« erzählt werden.

Obwohl das »Silmarillion« erst lange nach dem Tod des Autors von seinem Sohn herausgegeben wurde, ist es früher entstanden, als »Der Herr der Ringe«. Die Geschichten um Mittelerde hatten sich für Tolkien über mehr als fünfzig Jahre hin zu einer Tradition verbunden, der er zuletzt mehr wie ein Philologe oder Historiker denn ein »Erfinder« gegenüberstand. Und so betraten die Hobbits und ihre Gefährten im »Herrn der Ringe« diese schon fertige Welt, den festen Boden der Legende unter den Füßen. (Quelle: Klett-Cotta)

Cover & Gestaltung
Das Cover ist in schönen Blautönen gehalten, die sehr tief wirken. In der Mitte des Covers sieht man ein Silmaril (einen Edelstein) und die Schrift passt sehr gut in das Gesamtbild. Ich denke bei dieser Schrift sofort an Tolkien und das Cover ist insgesamt sehr stimmig und passt zum Inhalt.
Das Silmarillon hat genau wie Der Herr der Ringe einen relativ langen Anhang. Hier sind alle Namen mit Erklärungen aufgeführt. Außerdem enthält das Buch die Stammbäume der wichtigsten Völker, was meiner Meinung nach auch nötig ist, da man sonst Probleme mit den vielen Personen bekommen würde. Karten von Mittelerde im ersten Zeitalters sind ebenfalls enthalten und helfen bei der Orientierung.

Meine Meinung
Ich habe den Herrn der Ringe und den Hobbit schon oft gelesen und liebe die Welt, die Tolkien erschaffen hat. Im Herrn der Ringe werden viele Ereignisse der Vergangenheit angeschnitten, aber man wusste nie so genau, was damals eigentlich passiert ist. Das Silmarillion erzählt von der Zeit vor dem Herrn der Ringe. Es erzählt von der Erschaffung der Welt und vielem anderen. Für mich war schon lange klar, dass ich dieses Buch lesen MUSS!

Im Silmarillion geht es hauptsächlich um die Silmaril (das sind wunderschöne Edelsteine) und welche Konsequenzen ihre Erschaffung mit sich brachte. Dabei erfährt man viel Neues und versteht einiges aus dem Herrn der Ringe erst richtig. So erfährt man zum Beispiel was Sauron für ein Wesen ist, wo Gandalf her kam, was seine Mission ist und wieso die Zwerge und Elben nicht gut aufeinander zu sprechen sind.
Mich hat vor allem die Erzählung von Beren und Lúthien interessiert, da sie schon im Herrn der Ringe erwähnt wurden und ich die beiden dort sehr interessant fand. Im Silmarillion wird ihr Schicksal sehr ausführlich erzählt.

Im Silmarillion gibt es sehr viele Charaktere und am Anfang ist man etwas überfordert. Ich wusste nach einiger Zeit aber, wer wer ist, wobei mir die Stammbäume im Anhang eine große Hilfe waren.

Der Schreibstil des Silmarillions ist traumhaft. So traumhaft, dass man ständig Textstellen findet, die einfach wunderschön sind. Ich schreibe mir schöne Textstellen aus Büchern eigentlich immer ab, aber beim Silmarillion habe ich es gelassen, da sonst jeden zweiten Satz abschreiben müsste. Es muss allerdings gesagt werden, dass die Sätze sehr lang und der Schreibstil etwas anspruchsvoller ist. Ich bin damit sehr gut klar gekommen, aber man muss aufmerksam lesen, da man die Handlung sonst nicht mehr versteht.  Auch ist das Silmarillion keine "fertige" Geschichte wie der Herr der Ringe, sondern es sind mehrere Erzählungen, die alle miteinander zu tun haben.

Fazit
Das Silmarillion ist nur etwas für echte Tolkien Fans, die mehr über Mittelerde erfahren wollen. Ich würde sagen, dass man Den Herrn der Ringe auf jeden Fall gelesen haben sollte, sonst ist es einfach zu viel Information auf einmal und man versteht nichts. Selbst die Leute, die die Herr der Ringe Filme gesehen haben, sollten vorerst in diese Bücher gucken, da sie noch um einiges leichter zu lesen sind als das Silmarillion und es in den Büchern ein paar Informationen gibt, die man wissen sollte, um das Silmarillion ohne große Probleme lesen zu können.
Ich liebe den Hobbit und den Herrn der Ringe über alles und mit dem Silmarillion geht es mir nicht anders. Bei diesem Werk merkt man erst, wie viele Gedanken sich Tolkien gemacht hat und mit wie viel Liebe und Detail er seine Welt ausgeschmückt hat.
Das Buch bekommt von mir absolut verdiente 5 von 5 Herzen!


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