Dienstag, 29. Oktober 2013

[Rezension] Every Day - David Levithan

(c) Verlag




Titel: Every Day 
Autor: David Levithan
Teil einer Reihe? Nein
Erschienen am: 10. September 2013
Verlag: Ember (Random House)
Seitenzahl: 384 
Preis: 7,40 € (Taschenbuch)










Klappentext
Every day a different body. Every day a different life. Every day in love with the same girl.
There’s never any warning about where it will be or who it will be. A has made peace with that, even established guidelines by which to live: Never get too attached. Avoid being noticed. Do not interfere.
It’s all fine until the morning that A wakes up in the body of Justin and meets Justin’s girlfriend, Rhiannon. From that moment, the rules by which A has been living no longer apply. Because finally A has found someone he wants to be with—day in, day out, day after day. (Quelle: Random House)

Inhalt
Jeden Morgen wacht A in einem anderen Körper auf. Er kann nicht kontrollieren, welcher Körper für einen Tag seiner wird. A lebt das Leben dieses Menschen für genau einen Tag. A versucht sich zurück zu halten, da es nicht sein Leben ist. Er versucht sich nicht zu sehr an die Leute um ihn herum zu gewöhnen, denn nach einem Tag ist er nicht mehr da. A ist daran gewöhnt, denn er kennt es nicht anders.
Eines morgens wacht er allerdings in Justins Körper auf und verliebt sich in dessen Freundin Rhiannon. In Rhiannon hat er jemanden gefunden, mit dem A zusammen sein möchte, für eine längere Zeit als einen Tag.

Cover
Das Cover ist in hellen Farben gehalten. Man sieht den Himmel und es sind ein paar Wolken zu sehen, hinter denen die Sonne scheint. In der Luft sind ein paar Menschen, die dort zu schweben scheinen. Ich weiß nicht genau wieso, aber ich mag das Cover sehr gerne. Es wirkt harmonisch auf mich.

Meine Meinung
Den Inhalt habe ich frei übersetzt, da das Buch nach meinem Wissen noch nicht übersetzt wurde. Bereits bei der Inhaltsangabe habe ich A als "er" bezeichnet, was aber so nicht stimmt. A wechselt jeden Tag in einen anderen Körper und hat kein richtiges Geschlecht. Ich bezeichne ihn trotzdem als "er", da er für mich eher männliche als weibliche Charaktereigenschaften hat.

Ich fand A von Anfang an sympathisch. Er ist eine sehr liebe "Seele" (ich nenne es jetzt mal so, da "Mensch" nicht richtig passt). A hat sich an sein Leben gewöhnt und kommt gut klar. Er weiß, nach welchen Erinnerungen der Menschen er suchen muss, um sich dementsprechend zu verhalten und nicht aufzufallen. Dadurch, dass A jeden Tag ein neues Umfeld um sich hat, beobachtet er die Menschen um sich herum sehr genau. Daher ist er gut darin, die Menschen einzuschätzen.

Ich wollte dieses Buch gerne lesen, da ich noch kein Buch mit einem Körperwechsel in diesem Sinne gelesen habe und es mich interessiert hat, wie der Autor diese Idee umgesetzt hat. Meiner Meinung nach hat David Levithan sehr gute Arbeit geleistet. Sein Schreibstil ist wirklich toll. Er schreibt sehr emotional und man kann wirklich mit A mitfühlen.
A hat sich in nur einem Tag in Rhiannon verliebt und der Autor hat es geschafft dies absolut überzeugend darzustellen. Ich kann A so gut wie immer nachvollziehen und das Buch wird glücklicherweise nicht zu kitschig.

Rhiannon mochte ich am Anfang auch sehr. Sie war interessant, da sie so traurig war, aber trotzdem so liebenswürdig. Ich finde, sie hätte sich im Laufe der Geschichte noch etwas entwickeln müssen, denn am Ende erschien sie mir ein bisschen eindimensional.

In diesem Buch geht es aber nicht nur um die Liebesgeschichte zwischen A und Rhiannon. Es geht auch um die vielen Leben, die A durchlebt. Manchmal ist er in wirklich glücklichen Familien, bei denen alles gut ist, aber manchmal auch nicht. Die problematischen Körper, die A für je einen Tag bewohnt, werden wirklich sehr, sehr gut beschrieben. Man kann sich wirklich in die Situation hinein versetzen und bekommt zu Augen geführt, dass es nicht in allen Familien gut zugeht. Gerade diese Tage von A geben dem Buch so viel Gefühl und Tiefe, ich weiß gar nicht, wie ich das richtig beschreiben soll.

Die erste Hälfte des Buches habe ich geradezu verschlungen, aber gegen Ende hat die Geschichte etwas an Fahrt abgenommen. Zudem hinterlässt mich das Buch mit einer Menge offener Fragen über A. Ein paar Antworten wären sehr nett gewesen, denn man fragt sich doch, wo A herkommt und auch, wie es mit ihm weitergeht.
David Levithan hat sich mit diesem Ende die Option eines Folgebandes offen gehalten, aber ich denke die Geschichte ist nun beendet und sollte nicht weiter geführt werden.

Fazit
Die ersten 100 - 200 Seiten war ich überzeugt davon, dass dieses Buch die volle Punktzahl bekommt, wenn es so weiter geht. Das Buch bekommt am Ende aber doch nur 4 Herzen, was natürlich auch noch sehr gut ist! Warum ich dem Buch ein Herz weniger gebe kann ich gar nicht so genau sagen. Das Buch hat mich wirklich berührt und das ist mir unheimlich wichtig. Leider hat der letzte Teil der Geschichte die Bewertung etwas nach unten gerissen.


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