Donnerstag, 13. Juni 2013

[Rezension] Sonea. Die Heilerin - Trudi Canavan

(c) Verlag




Originaltitel: The Traitor Spy 2: The Rogue
Autor: Trudi Canavan
Teil einer Reihe? Ja, Band 2 von 3
Erschienen am: 17. September 2012
Verlag: Blanvalet
Seitenzahl: 576
Preis: 13,00 € (Taschenbuch)









Klappentext
Lorkin, der Sohn der Schwarzen Magierin Sonea, wird in Sachaka von einer Rebellengruppe gefangen gehalten. Seine Häscher schmeicheln und drohen dem jungen Mann, um von ihm die Kunst der Heilung durch Magie zu erlernen, die in Sachaka bislang unbekannt ist. Lorkin ist jedoch fest entschlossen, das Geheimnis zu wahren. Denn er weiß nur zu gut, welch unschätzbaren Vorteil die Heilkunst den Sachakanern in einem möglichen Krieg gegen seine Heimat Kyralia brächte. Doch dann verliebt Lorkin sich in eine der Rebellinnen … (Quelle: Blanvalet)

Cover
Ich finde die Cover von Trudi Canavans Büchern alle nicht gerade ansprechend.
Man sieht eine Person in einer blauen Robe. Meiner Meinung nach hätte eine grüne Robe besser gepasst, da das Buch "Die Heilerin" heißt und die Heiler der Gilde grüne Roben tragen.

Meine Meinung
Das erste Buch der Triologie fand ich ganz okay und ich wollte wissen, wie es weiter geht. Es werden wieder mehrere Geschichten gleichzeitig erzählt.
Zum einen ist da Lorkin, der nach wie vor bei den Verräterinnen fest sitzt. Die Umgebung und die Gebräuche der Verräterinnen werden genauer beschrieben. Dieser Teil des Buches hat mir sehr gut gefallen, da ich immer wissen wollte, wie es weiter geht und ob Lorkin jemals nach Hause zurück darf.

Neu in diesem Buch sind Naki und Lilia. Beide werden sehr gut beschrieben. Lilia war mir sofort sympatisch, obwohl sie manchmal wirklich etwas naiv ist und bei Naki konnte ich mich am Anfang nicht so richtig entscheiden, ob ich sie mag oder nicht. Später bin ich dann aber auch bei ihr zu einer Entscheidung gekommen. :D 
Es war eine gute Idee der Autorin wieder neue Charaktere in die Bücher einzubringen, aber mich haben die anderen Handlungen im Buch oft mehr interessiert, als die von Lilia. Am Ende wird dies aber gekonnt von Trudi Canavan verknüpft, sodass es doch wieder interessant war.

Natürlich wird in dem Buch auch wieder viel von Sonea, der Gilde und Cery erzählt. Rothen war auch wieder dabei und sein Sohn Dorrien hat in diesem Buch sehr viel mehr Aufmerksamkeit bekommen, als im vorigen Band. Ich finde es schön, dass Trudi Canavan noch immer sehr genau auf die Charaktere eingeht, die man ja auch schon aus "Die Gilde der schwarzen Magier" kennt, denn sie sind mir wirklich ans Herz gewachsen. :)

Auch in diesem Buch suchen Sonea und Cery wieder nach dem Magier Skellin. Regin wurde leider kaum erwähnt, wobei ich zugeben muss, dass ich in der Sonea- Triologie sogar mehr von ihm lesen wollte. Das war ja vorher nicht so.

Botschafter Dannyl ist nach wie vor in Sachaka und setzt seine Forschungen fort. Man erfährt einiges Neues von der Geschichte Sachakas und Dannyl muss sich auch mit Tayend seinem ehemaligen Geliebten auseinandersetzen. Ich mag beide sehr gerne, sodass mir die Abschnitte aus Dannyls Sicht sehr gefielen.

Eine Sache hat mich wirklich gestört. Die Novizen aus den armen Vierteln werden "Prollie" und die aus den reichen Häusern werden "Schnösie" genannt. Das kam Gott sei Dank nur am Anfang des Buches einige male vor, denn ich kann diese Ausdrücke absolut nicht ab. Ich weiß auch nicht genau wieso, aber ich finde sie sogar ganz schrecklich! :D
Ich denke einfach mal, dass hat etwas mit der Übersetzung zu tun und hoffe, dass im Original nicht solch schreckliche Ausdrücke benutzt werden.

Trudi Canavans Schreibstil ist mal wieder einfach nur toll. Sie beschreibt Orte sehr genau und man kann sie sich richtig vorstellen und möchte auch mal dort hin, aber es artet nicht zu langweiligen Beschreibungen der Umgebung aus.
Die Charaktere sind ebenfalls wieder super. Man liebt sie (oder auch nicht). Ich habe viele Charaktere, die mir sehr sympatisch sind und ich möchte immer erfahren, was ihnen passiert. Deswegen finde ich auch, dass das Buch nicht langweilig wurde, aber das Ende ist fies, denn jetzt möchte ich unbedingt den 3. Teil lesen.
Die Nebencharaktere werden ebenfalls sehr gut beschrieben. Ich finde die Königin der Verräterinnen ist ein gutes Beispiel. Ich mag diese alte Frau unheimlich gerne und denke mal, dass sie im nächsten Buch auch eine größere Rolle bekommt.

Fazit
Man merkt es wahrscheinlich schon. Ich bin begeistert! Ich habe eigentlich so gut wie nichts zu meckern gehabt und werde mit Sicherheit den letzten Teil lesen. :)
Das Buch bekommt 5 von 5 Herzen.


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