Mittwoch, 26. Juni 2013

[Rezension] Der Kuss des Kjer - Lynn Raven

(c) beim Verlag




Autor: Lynn Raven
Teil einer Reihe? Nein
Erschienen am: 8. Juni 2010
Verlag: cbt Fantasy
Seitenzahl: 608
Preis: 12,95 € (Taschenbuch)










Klappentext
Mit einem Trick bringt Mordan, der erste Heerführer der kriegerischen Kjer, die junge Heilerin Lijanas vom Volk der Nivard in seine Gewalt. Im Auftrag seines Königs Haffren will er die Heilerin und ein zauberkräftiges Elixier, die »Tränen der weißen Schlange«, an den Hof bringen. 
Lijanas aber hat nur einen Gedanken: Flucht! Doch je näher sie den als »Blutwolf« verschrienen Mordan kennenlernt, desto stärker fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Und er sich ebenso zu ihr. Er setzt alles dran, sie sicher an den Hof seines Königs zu bringen. Dort erwartet sie jedoch eine tödliche Überraschung … (Quelle: cbt)

Cover
Das Cover zeigt eine junge Frau. Ich kann Gesichter auf Covern eigentlich nicht mehr sehen, da im Moment ja wirklich auf jedem Buch eins zu sehen ist und sie meistens absolut nicht zur Geschichte passen, aber hier finde ich es eigentlich ganz gut gewählt.
Ich finde schon, dass man sich Liljanas so vorstellen kann und auch die Farbwahl des Covers gefällt mir.

Meine Meinung
Dieses Buch wollte ich unbedingt lesen und als ich es dann hatte, lag es sehr lange aus meinem SuB. Das hat dieses Buch aber wirklich nicht verdient, also habe ich alle anderen Bücher zur Seite gelegt und mich dem Kuss des Kjers gewidmet.

Am Anfang hat mir Lynn Ravens Schreibstil nicht sonderlich gefallen. Er wirkte gezwungen und Mordan hat ganz eindeutig zu oft die Augenbraue hochgezogen! Nach ungefähr den ersten 50 Seiten wurde es dann deutlich besser. Ich weiß nicht, ob sich der Schreibstil der Autorin gebessert hat oder ich mich einfach bereits daran gewöhnt hatte.
Eine Sache ist mir aber trotzdem aufgefallen. Da die Geschichte abwechselnd aus der Sicht der Heilerin Liljanas und ihrem Entführer Mordan erzählt wird, liest man auch häufig die Gedanken der Beiden. Sehr oft kam dann ein ähnlicher Satz: "Sie kann doch nicht etwa... Nein!" Das ist mir wirklich extrem aufgefallen, aber so richtig genervt hat es mich jetzt auch nicht, da beide so gedacht haben und das dann irgendwie schon wieder süß war. :D
Lynn Raven benutzt außerdem sehr gerne Ausrufezeichen, das hat mich ein bisschen gestört, da es doch ziemlich oft vorkam.

Am Anfang der Geschichte war ich etwas verwirrt, da es viele Namen auf einmal waren, aber ich habe mich dann sehr schnell in die Geschichte eingefunden.

Die beiden Hauptcharaktere Liljanas und Mordan werden sehr ausführlich beschrieben. Liljanas ist unglaublich stur und so etwas nervt mich schnell bei Büchern, war hier aber nicht der Fall.
Mordan gehört zum Volk der Kjer und die anderen Völker finden die Kjer abstoßend, da sie ein bisschen Fell haben und Reißzähne. Mir kam Mordan nicht wirklich abstoßend vor und ich finde die Kjer sehr interessant. Mordan selbst ist sehr brutal und er führt jeden Befehl, der ihm gegeben wird aus. Das hat mit seiner Vergangenheit zu tun, auf die ich hier nicht eingehen werde. Im Laufe des Buches bemerkt man eine eindeutige Entwicklung bei ihm und auch bei Liljanas, diese ist sehr schön zu lesen. 

Die Nebencharaktere werden nur wenig beschrieben. Ich finde, man hätte vor allem auf Mordans Begleiter genauer eingehen können.

Ich finde, dass das Buch recht realistisch gehalten ist. Wenn jemand krank ist, dann ist diese Person auch wirklich krank und springt nicht schon einen Tag später wieder fröhlich durch die Gegend.
Die Liebesgeschichte zwischen Mordan und Liljanas ist auch alles andere als kitschig. Es ist nicht so, dass Liljanas sich sofort und Hals über Kopf in ihren Entführer verliebt. Sie versucht zu fliehen, was ich nachvollziehen kann.

"Der Kuss des Kjer" ist ein Fantasy Buch. Es spielt in einer völlig neuen und interessanten Welt. Das Volk der Kjers ist neu und auch ihre "Pferde" finde ich interessant gestaltet. Im Laufe der Geschichte gesellen sich dann noch Kreaturen wie Seelenfresser hinzu, aber sooo viel Fantasy gibt es dort nicht. Lediglich gegen Ende des Buches geht es doch sehr deutlich in diese Richtung.

Das Muster der Geschichte wiederholt sich ein kleines bisschen. Sie geraten immer in Gefahr und Liljanas und Mordan retten sich gegenseitig. Jetzt könnte man meinen, dass das Buch deswegen langweilig ist. Ist es aber nicht! Es ist trotzdem sehr spannend und ich wollte gar nicht aufhören zu lesen.

Lynn Raven hat sich die Möglichkeit für einen zweiten Teil offen gelassen, aber so viel ich weiß ist keine Fortsetzung geplant.

Fazit
Man hat es wahrscheinlich schon gemerkt, dass Buch hat es mir angetan. Auch wenn ab und zu ein bisschen viel Gewalt im Spiel war, mag ich das Buch sehr gerne und finde auch nicht wirklich etwas zum meckern. ;)
"Der Kuss des Kjer" bekommt von mir 5 von 5 Herzen.


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